Willkommen beim
Egalitären Minjan
Der Egalitäre Minjan ist eine Synagogengemeinschaft der liberalen Juden in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.
„Minjan“ bedeutet zehn gezählte Personen – in der jüdischen Tradition ist das die Mindestzahl für eine Gemeinde. „Egalitär“ bedeutet, dass Männer und Frauen gleichberechtigt gezählt werden.

2007 erhielt der Egalitäre Minjan von der Jüdischen Gemeinde eine eigene Synagoge im Gebäude der Westendsynagoge. Hier hält er jeden Schabbat im Wechsel von Freitagabend und Samstagmorgen mit Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck und Chasan Daniel Kempin Gottesdienste und Schiurim. Darüber hinaus bietet er ein weit gefächertes Programm von Feiern an den Festtagen bis hin zu religiös-kulturellen, philosophischen und gesellschaftspolitischen Lern- und Diskussionsveranstaltungen zu jüdischen Themen.

Der Minjan ist der Einheitsgemeinde verpflichtet. Er ist Teil des vom Gemeindevorstand unterstützten „Frankfurter Modells“. Dieses baut auf einem pluralistischen Verständnis der Einheitsgemeinde, bei dem sowohl orthodoxe als auch liberale Juden unter einem Dach zu Hause sind. Eine Folge hiervon ist, dass der Egalitäre Minjan auf keine der großen Strömungen (progressives Judentum, Masorti, Rekonstruktionismus) festgelegt ist, sondern seinen Platz in der Einheitsgemeinde zusammen mit anders eingestellten Juden sieht. Darin nimmt er eine Vorreiterstellung im liberaljüdischen Leben Deutschlands ein.

Diese Website bietet Informationen über die Struktur und Aktivitäten des Egalitären Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.

Kontakt: info@minjan-ffm.de
Ankündigungen & Pressemitteilungen Europäischer Schabbat 28. / 29. April 2017 Freitag 28. April
18:30 Uhr: Schiur zur Paraschat Haschawua mit Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck Thema: „Pluralismus im Judentum“
19:30 Uhr:  Kabbalat Schabbat, Ma’ariw (einschl. Kiddusch) mit Chasan Daniel Kempin

Samstag 29. April
10:00 Uhr: Schacharit „Wandernde Tefilla“ - Gottesdienst an jüdischen Orten Frankfurts mit Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck, Chasan Daniel Kempin und...
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Schiurim am Schabbat Der Egalitäre Minjan bietet gemeinsame Lernstunden (Schiurim) am Freitagabend und am Samstagmittag an. Die Schiurim werden von Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck und alternierend von Mitgliedern des Egalitären Minjan gehalten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Alle Gemeindemitglieder sind herzlich willkommen.

Freitags beginnt der Schiur um 19 Uhr. Im Zentrum steht der Tora-Abschnitt (Paraschat Haschawua). Samstags beginnt er nach...
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Bericht Seder mit viel Diskussionsstoff
Von Daniel Krasa

Ma Nischtana HaLaila HaSeh Mikol HaLeilot?

„Was ist an dieser Nacht anders, als an allen anderen Nächten?“ Dieses traditionelle Credo des Sederabends war auch die Frage, die unsere Mitglieder und Freunde des Egalitären Minjans an Pessach bewegte. Denn anders ist definitiv vieles in einer liberalen Synagoge in Deutschland, mehr als 70 Jahre nach dem Ende der Shoah – und das nicht nur an Pessach.
Traditionell feiern wir den ersten und den zweiten Seder in unseren Räumen im großen Kreis. Geleitet wurde der erste Seder von unserer Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck und der zweite von unserem Chasan Daniel Kempin. An beiden Abenden beschritten jeweils gut 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unterschiedlichster Herkunft, die locker vier Generationen umspannten, die einzelnen Abschnitte des Seders. Wein, Traubensaft und die obligaten „Zutaten“ Karpas, Maror, Chaseret, Charosset, Beza, Sroa und die Mazzot fehlten natürlich nicht, sie boten die leibliche Unterstützung für den geistigen Austausch.
Pessach ist – vielleicht noch mehr als jedes andere Fest im jüdischen Kalender – ein Fest, an dem das Geistige im Vordergrund stehen soll. Es erinnert uns an den Auszug aus Ägypten, an die Befreiung aus der Sklaverei und an die Wunder Gottes, die vollbracht wurden, um unser Volk zu erretten. Doch an Pessach sollen wir eben auch...

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Aus dem Filmarchiv des Egalitären MinjanPortrait Rabbinerin Elisa Klapheck (BR)